16.01.2018

Startschuss für das Peer-Counseling

Beratung für Querschnittgelähmte an der BG Unfallklinik Frankfurt

(fgq) Zukünftig sollen Patienten der Abteilung für Rückenmarkverletzte an der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Frankfurt von dem bundesweiten Netzwerk an selbst von einer Querschnittlähmung betroffenen Beratern der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ), den so genannten „Peers?, profitieren können. Dieser englischsprachige Begriff bezeichnet zunächst die Zugehörigkeit von Menschen zu einer Gruppe mit ähnlicher Lebenssituation oder gemeinsamen Interessen. Bezogen auf die Situation querschnittgelähmter Menschen, bedeutet dies, dass frischverletzte Patienten von Erfahrungen anderer Rollstuhlfahrer lernen können, beraten werden und Tipps für den Alltag bekommen. Zudem sollen die Peers Impulse für eine Neuorientierung geben und eine glaubwürdige Zukunftsperspektive eröffnen.

An der Frankfurter BG Unfallklinik stehen dafür fünf Peers zur Verfügung, um vor allem den Übergang in das häusliche Umfeld zu begleiten und zu erleichtern. Die Peers vor Ort nehmen in enger Abstimmung mit dem Sozialdienst vier Wochen vor dem Ende der Rehabilitation Kontakt mit dem Patienten auf und bieten ihre kostenlose und ehrenamtlich organisierte Hilfe an.

Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt von der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ), die die Peers auch ausbildet. Die Peers gibt es an allen Querschnittgelähmtenzentren in Deutschland. Ansprechpartner ist der Sozialdienst in der Klinik oder die Geschäftsstelle der FGQ in Lobbach bei Heidelberg.

Kontaktadresse der Geschäftsstelle:

  • Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e.V. (FGQ)
  • Neurott 20
  • 74931 Lobbach
  • Fon 06226-960-211
  • info(at)fgq.de

Weitere Informationen finden Sie unter: